Wassertreten in Warnemünde

Die Wassertreten-Saison startet dieses Jahr am 15.04.2026

Das Wassertreten findet einmal wöchentlich, immer mittwochs um 8:00 Uhr morgens in Warnemünde statt. Treffpunkt ist der Rettungsturm 3 am Strandaufgang 11. Die gesundheitsfördernde Anwendung dauert etwa 30 Minuten und eignet sich sowohl für Einsteiger als auch für geübte Teilnehmer.

15.04.2026 – 10.06.2026 & 02.09.2026 – 11.11.2026

Tickets erhalten Sie bei der Tourismuszentrale Rostock & Warnemünde 

Für Interessierte mit GästeCard ist die Teilnahme kostenfrei (bitte Beleg mitbringen!). Ohne GästeCard kostet die Teilnahme lediglich 5 €.

Wie wirkt die Anwendung?

Die bekannte kneippsche Wasseranwendung zählt zu den wirkungsvollsten Methoden, um Kreislauf, Gefäße und Stoffwechsel anzuregen. Sie wird üblicherweise in der sogenannten Kaltstufe II–III durchgeführt, also bei Wassertemperaturen zwischen 12 und 24 °C. Diese Temperaturreize sind bewusst niedrig gewählt, denn der gezielte Kontakt mit kaltem Wasser löst im Körper eine Reihe von physiologischen Reaktionen aus, die sich positiv auf das Wohlbefinden auswirken können.

Besonders auffällig ist die Verbesserung der Durchblutung in den Beinen. Trifft die Kälte auf die Haut, verengen sich die Blutgefäße zunächst reflexartig. Sobald die Kältephase endet, erweitern sie sich wieder. Dieser rhythmische Wechsel wirkt wie ein natürliches Training für die Gefäße. Auf diese Weise kann das venöse System gestärkt und die allgemeine Gefäßgesundheit verbessert werden – ein Vorteil für Menschen, die zu Krampfadern oder schweren, müden Beinen neigen.

Ein weiterer Effekt ist die Unterstützung der sogenannten Venen- und Lymphpumpe. Diese Mechanismen sind entscheidend dafür, dass das Blut effizient aus den Beinen zurück zum Herzen transportiert wird und Stoffwechselprodukte abgebaut werden. Viele berichten nach der Anwendung von gesteigerter Energie und einer deutlichen Wachheit. Das ist kein Zufall: Der Kältereiz aktiviert den Kreislauf, regt die Atmung an und kurbelt den Stoffwechsel an. Gleichzeitig wird das Immunsystem stimuliert, sodass sich eine regelmäßige Anwendung positiv auf die Abwehrkräfte auswirken kann – besonders in den Morgenstunden ein natürlicher, gesunder Energieschub.

Durchführung – Schritt für Schritt

Die Anwendung selbst ist einfach. Man bewegt sich in aufrechter Haltung im sogenannten Storchengang, bei dem die Beine deutlich aus dem Wasser herausgehoben und wieder eintaucht werden. Diese Bewegung verhindert, dass sich die Beine im Wasser zu schnell erwärmen, und sorgt zusätzlich für einen leichten Massageeffekt auf Muskulatur und Gefäße. Der Aufenthalt im kalten Wasser sollte kurz sein – zu Beginn reichen oft 10 bis 30 Sekunden, später kann die Dauer durch regelmäßige Übung verlängert werden. Entscheidend ist, dass ein deutliches, aber nicht schmerzhaftes Kältegefühl entsteht.

Nach dem Heraussteigen wird das Wasser lediglich abgestreift, nicht jedoch abgetrocknet. Das Anziehen warmer Socken oder Schuhe unterstützt die Wiedererwärmung und regt die Durchblutung zusätzlich an. Erst wenn die Füße wieder angenehm warm sind, kann die nächste Runde beginnen. Besonders effektiv ist die Anwendung, wenn sie regelmäßig durchgeführt wird.

Wofür eignet sich die Methode?

Die kneippsche Anwendung kann unterstützend wirken bei:

  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Venenproblemen und Krampfadern
  • geschwollenen oder „heißen“ Beinen
  • Schweißfüßen
  • niedrigem Blutdruck
  • allgemeiner Erschöpfung oder Kreislaufträgheit

All diese Beschwerden haben einen Bezug zu Durchblutungs- oder Regulationsstörungen, die durch gezielte Kaltreize positiv beeinflusst werden können.

Worauf sollten Sie achten?

Ein wichtiger Grundsatz lautet: Niemals mit kalten Füßen beginnen. Kalte Füße verschlechtern die Reizantwort und können unangenehm sein. Ideal zur Vorbereitung sind:

  • Barfußgehen auf Kies oder Sand
  • zügiges Gehen
  • leichte Gymnastik
  • eine kurze Fußmassage

Schlanke Menschen kühlen schneller aus und sollten daher die Anwendungsdauer individuell anpassen.

Wann sollten Sie darauf verzichten?

Nicht geeignet ist diese Methode bei:

  • akuten Entzündungen oder Infektionen
  • Fieber
  • frischen Operationsnarben
  • offenen Wunden
  • Nieren- oder Blasenbeschwerden (vorher ärztlich abklären!)

Einfache Durchführung zu Hause

Zu Hause genügt eine größere Plastikwanne. Diese wird mit 10–18 °C kaltem Wasser gefüllt, bis es handbreit unter die Kniekehlen reicht. Anschließend hebt man die Beine im Storchengang nacheinander aus dem Wasser. Etwa 30 Schritte oder maximal drei Minuten genügen völlig.

Wechselduschen als praktische Alternative

Wechselduschen lassen sich bequem im Alltag integrieren und haben ebenfalls eine starke Wirkung auf Kreislauf, Gefäße und Immunsystem. Der Wechsel zwischen warmem und kaltem Wasser stärkt die Gefäßregulation, wirkt belebend, fördert die Durchblutung der oberen Atemwege und wird von vielen auch als schlaffördernd beschrieben.

Wir empfehlen Wassertreten auch als Teil eines Gesundheitstags!